Therapeuten-Website erstellen

2. September 2026 | Webdesign Planung

Eine Therapeuten-Website zu erstellen klingt zunächst überschaubar. Zuerst denkst du vielleicht an ein paar grundlegende Seiten, passende Fotos und die wichtigsten Kontaktdaten. Doch sobald du mit der Planung beginnst, stehen plötzlich erstaunlich viele Entscheidungen an.

Braucht jeder Behandlungsschwerpunkt eine eigene Seite? Was gehört auf die Startseite? Wie ausführlich solltest du dich und deine Arbeitsweise vorstellen? Und welche Informationen möchten Menschen finden, bevor sie Kontakt zu dir aufnehmen?

Du brauchst weder jede denkbare Unterseite noch eine Website, die sämtliche Einzelheiten deiner Arbeit erklärt. Welche Inhalte wirklich sinnvoll sind, hängt von deinem Angebot, deiner Praxis und den Menschen ab, die du erreichen möchtest.

In diesem Artikel zeige ich dir Schritt für Schritt, welche Seiten und Inhalte für eine Therapeuten-Website sinnvoll sind. Du erfährst, worauf es bei Texten und Bildern ankommt, wie deine Website bei Google und in KI-Antworten gefunden werden kann und was du bei Impressum und Datenschutz beachten solltest.

Danach kannst du wesentlich besser einschätzen, was deine eigene Website tatsächlich braucht.

Das Wichtigste für deine Praxis-Website auf einen Blick

  • Für viele Einzelpraxen sind fünf bis sieben Inhaltsseiten plus Impressum und Datenschutzerklärung ein sinnvoller Ausgangspunkt. Welche Seiten du tatsächlich brauchst, hängt von deinem Angebot und deiner Praxissituation ab.
  • Deine Texte sollten verständlich erklären, bei welchen Anliegen du unterstützt, wie du arbeitest und was Patient:innen vor der Kontaktaufnahme wissen müssen. Behandlungserfolge solltest du dabei nicht versprechen.
  • Gestaltung, Bildsprache und Inhalte sollten zu deiner Arbeitsweise passen und die Patient:innen ansprechen, die du mit deinem Angebot erreichen möchtest. Bei den Bildern genügen meistens ein aktuelles Porträt und einige aussagekräftige Praxisfotos.
  • Damit deine Website bei Google und in KI-Antworten gefunden werden kann, sollte klar sein, was du anbietest, wo du arbeitest und für welche Themen deine einzelnen Seiten stehen.
  • Baukastensysteme und KI-Tools erleichtern die Umsetzung. Die eigentliche Planung nehmen sie dir jedoch nicht ab: Seitenstruktur, Texte, Gestaltung, Auffindbarkeit und die spätere Pflege musst du weiterhin durchdenken.

Therapeuten-Website erstellen: Welche Seiten sind sinnvoll?

Wenn du eine Therapeuten-Website erstellen möchtest, lässt sich die Seitenstruktur meist sehr übersichtlich halten.

Für viele Einzelpraxen reichen einige klar voneinander abgegrenzte Seiten völlig aus:

  • Startseite: erster Überblick über Praxis, Person, Angebot und Zielgruppe
  • Therapieangebot: Therapieverfahren und Behandlungsschwerpunkte
  • Über mich: Qualifikation, Erfahrung sowie persönliche und therapeutische Haltung
  • Ablauf & Kosten: Infos zum Erstkontakt, Kostenübernahme, Sitzungsdauer und organisatorische Fragen
  • Praxis & Kontakt: Adresse, Anfahrt, Erreichbarkeit und Kontaktmöglichkeiten
  • Weitere Seiten (optional): wichtige Behandlungsschwerpunkte oder häufige Fragen
  • Impressum & Datenschutz: rechtlich notwendige Angaben

Einfache Sitemap-Skizze einer Website: Von der Startseite (Home) verzweigen die wichtigsten Unterseiten wie Angebot, Über mich. Ablauf & Kosten, Praxis & Kontakt und optional weitere Seiten. Impressum und Datenschutz sind von jeder Seite aus mit einem Klick erreichbar.

Wenn du noch am Anfang deiner Website-Planung stehst, findest du in meinem Artikel zum Aufbau einer Website eine ausführliche Anleitung zu Sitemap, Navigation und den wichtigsten Unterseiten.

Welche Seiten du konkret brauchst, richtet sich nach deiner Praxissituation und dem Ziel deiner Website. Eine gut ausgelastete Kassenpraxis informiert häufig vor allem über Sprechzeiten, Wartezeiten und das Erstgespräch. Eine Selbstzahlerpraxis muss meist ausführlicher erklären, wie sie arbeitet, für wen das Angebot gedacht ist und welche Kosten entstehen.

Auch der Praxisort verändert die Inhalte. Bei einer Praxis vor Ort zählen Anfahrt, Parkmöglichkeiten und Barrierefreiheit. Ein reines Online-Angebot braucht stattdessen klare Informationen zum Ablauf der Videositzungen.

Bei einer Zusammenarbeit lege ich deshalb nicht zuerst fest, wie viele Seiten deine Website haben soll. Wir schauen zunächst, welche Informationen deine Patient:innen brauchen und welche Aufgabe die Website übernehmen soll. Erst danach lässt sich sinnvoll entscheiden, welche Seiten nötig sind.

Wenn jedes größere Thema seinen eigenen Platz bekommt, wird auch das Schreiben leichter. Und Patient:innen finden schneller, was sie vor einer Kontaktaufnahme wissen möchten.

Wie sollte eine Praxis-Website aufgebaut und gestaltet sein?

Auf einer Praxis-Website geht es sehr schnell um die Person hinter dem Angebot. Patient:innen möchten sehen, wer du bist, wie du arbeitest und ob sie sich mit ihrem Anliegen bei dir richtig fühlen. Gerade bei persönlichen oder belastenden Themen kann dieser erste Eindruck beeinflussen, ob jemand Kontakt aufnimmt.

Eine ruhige Gestaltung kann dabei sinnvoll sein. Sie ist jedoch kein allgemeines Rezept für Therapie-Websites. Deine Website darf auch farbig, lebendig oder auch unkonventionell aussehen, solange sie zu deiner Therapieform, deiner Persönlichkeit und den Menschen passt, die du erreichen möchtest.

Beim Aufbau würde ich vor allem auf Folgendes achten:

  • eine verständliche Navigation, deren Menüpunkte klar erkennen lassen, was sich dahinter verbirgt
  • gut lesbare Schriften und deutliche Kontraste, damit die Inhalte leicht erfasst werden können
  • ausreichend Weißraum, damit die Seiten ruhig und übersichtlich wirken
  • ein aktuelles Porträt, das einen realistischen Eindruck von dir vermittelt
  • ein Design, das zu dir und deiner Arbeitsweise passt und nicht wie eine austauschbare Praxisvorlage wirkt

Beispiele zum Erstellen einer Therapeuten-Website: zwei unterschiedlich gestaltete Praxis-Websites mit Porträtfotos, klarer Navigation und persönlicher Bildsprache

Beispiele für zwei unterschiedlich gestaltete Praxis-Websites: Klare Navigation, gut lesbare Schriften, ausreichend Weißraum und eine persönliche Bildsprache sorgen für Orientierung und zeigen zugleich, dass eine Praxis-Website nicht wie eine austauschbare Vorlage aussehen muss.

Auch technisch muss die Website sorgfältig umgesetzt sein. Texte, Navigation, Formulare und Buttons sollten auch auf Tablets und Smartphones gut lesbar und problemlos bedienbar sein. Google legt der Indexierung im Regelfall ebenfalls die mobile Version zugrunde. Deshalb sollte die mobile Darstellung von Anfang an mitgeplant und getestet werden.

Welche Inhalte gehören auf eine Praxis-Website?

Auf deiner Website sollten Patient:innen Antworten auf die Fragen finden, die sie vor einer Kontaktaufnahme beschäftigen. Fachliche Informationen dürfen dabei ruhig verständlich erklärt sein, ohne therapeutisches Vorwissen vorauszusetzen.

Bei den Behandlungsschwerpunkten sollte schnell erkennbar werden, mit welchen Anliegen Patient:innen zu dir kommen können. Wenn einzelne Themen für deine Praxis besonders wichtig sind, lohnt es sich, ihnen auf der Website mehr Raum zu geben oder dafür eigene Seiten anzulegen.

Ähnlich ist es beim Therapieverfahren. Der reine Fachbegriff sagt vielen zunächst wenig. Hilfreicher ist eine kurze Erklärung, wie du arbeitest und was das Verfahren ganz konkret für die Sitzungen bedeutet.

Eine persönliche Vorstellung gehört auf edieren Website dazu. Sie muss kein ausführlicher Lebenslauf sein. Ausbildung, relevante Qualifikationen und einige Stationen deines beruflichen Weges reichen meist aus, um einen guten ersten Eindruck zu vermitteln.

Auch organisatorische Fragen sind für viele Patient:innen wichtig. Dazu gehören der Ablauf des Erstkontakts, die Dauer einer Sitzung und die Kosten. Außerdem sollte klar sein, ob du Termine in der Praxis, online oder in beiden Formen anbietest und ob du mit Erwachsenen, Jugendlichen, Paaren oder Familien arbeitest.

Wie vermeidest du austauschbare Formulierungen?

Allgemeingültige Sätze können gut klingen und trotzdem wenig aussagen. Konkreter wird dein Text, wenn du beschreibst, was bei dir tatsächlich passiert:

Wenig hilfreichKonkreter
„Ich begleite Sie auf Ihrem Weg.“„Zu Beginn klären wir gemeinsam, was Sie aktuell belastet und welche Veränderungen Sie sich wünschen.“
„Individuelle Therapie für Ihre Bedürfnisse.“„Wir besprechen gemeinsam, welche Themen im Mittelpunkt stehen und welches Vorgehen für Ihre Situation sinnvoll ist.“
„Ganzheitliche Unterstützung“„Neben den aktuellen Beschwerden beziehen wir auch Ihre Lebenssituation und bisherigen Erfahrungen ein.“

Was solltest du beim Heilmittelwerbegesetz beachten?

Für die Werbung mit therapeutischen Leistungen gelten besondere Regeln. Das Heilmittelwerbegesetz (HWG) untersagt irreführende Aussagen, die zum Beispiel den Eindruck erwecken, ein Behandlungserfolg könne mit Sicherheit erwartet werden. Versprich deshalb keine Ergebnisse, die sich nicht garantieren lassen.

Problematisch können zum Beispiel solche Aussagen sein:

  • „Endlich angstfrei leben“
  • „Depressionen dauerhaft überwinden“
  • „Garantiert schnelle Hilfe“
  • „In wenigen Sitzungen wieder unbeschwert leben“

Sachlicher sind Formulierungen wie:

  • „Psychotherapie bei Angststörungen“
  • „Psychotherapeutische Unterstützung bei Depressionen“
  • „Behandlung von Traumafolgestörungen“

Du darfst klar benennen, bei welchen Anliegen du unterstützt und worauf du spezialisiert bist. Der Unterschied liegt zwischen der sachlichen Beschreibung deines Angebots und einem Versprechen über den Behandlungserfolg.

Bei rechtlich unklaren Formulierungen empfehle ich eine zusätzliche Prüfung durch eine qualifizierte Stelle.

Welche Bilder passen zu einer therapeutischen Praxis?

Für eine Praxis-Website brauchst du meist keine große Bildauswahl. Die Fotos sollten vor allem einen realistischen Eindruck von dir und deinen Räumen vermitteln. Dafür genügen oft:

  • ein aktuelles Porträt
  • aussagekräftige Fotos der Praxisräume
  • optional ein Bild vom Eingang oder Gebäude

Das Porträt ist besonders wichtig, weil Patient:innen sehen möchten, wer ihnen später gegenübersitzt. Es muss weder steif noch stark inszeniert wirken. Ein gutes Foto darf natürlich sein und sollte dich so zeigen, wie du heute aussiehst.

Bilder der Praxis vermitteln einen ersten Eindruck vom Ort. Gerade vor einem Erstgespräch kann es angenehm sein, die Räume oder den Eingang bereits gesehen zu haben.

Bildbeispiele zum Erstellen einer Therapeuten-Website: Porträt, Praxisraum, Praxiseingang und kreative Illustration eines Paares

Porträt, Praxisraum und Eingang helfen Patient:innen, sich schon vor dem ersten Termin ein Bild von der Person und der Praxis zu machen. Stimmige Illustrationen können helfen, die Wiedererkennbarkeit der Praxis zu erhöhen.

Diese Auswahl deckt sich mit den Rückmeldungen aus einer längeren Online-Diskussion unter Therapieklient:innen, die ich für diesen Artikel ausgewertet habe. Viele wollten vor allem die Therapeutin oder den Therapeuten und die Praxis sehen. Eine ganze Serie persönlicher Fotos, wechselnde Outfits oder private Motive empfanden einige dagegen als überflüssig.

Was ist bei Bildgröße und Alt-Texten wichtig?

Damit deine Website auch auf dem Smartphone zügig lädt, sollten die Bilder für das Web optimiert und nicht größer als nötig gespeichert werden.

Inhaltlich wichtige Bilder brauchen außerdem passende Alt-Texte. Sie helfen Menschen, die einen Screenreader nutzen, und können Suchmaschinen dabei helfen, den Bildinhalt besser einzuordnen.

Wie wird deine Praxis-Website bei Google und in KI-Antworten sichtbar?

Damit Google deine Website passenden Suchanfragen zuordnen kann, sollte klar erkennbar sein, welche Therapie du anbietest, für wen dein Angebot gedacht ist und ob du vor Ort oder online arbeitest. Dafür braucht es verständliche Inhalte, Begriffe, nach denen deine Patient:innen tatsächlich suchen, und eine Website, die Google problemlos lesen kann.

Was hilft bei der lokalen Google-Suche?

Für eine Praxis vor Ort ist die lokale Suche besonders wichtig. Wenn jemand beispielsweise Psychotherapie Düsseldorf“ eingibt, prüft Google, welche Angebote zur Suche passen und welche Praxen sich in der Nähe befinden. Verwende deshalb Begriffe, nach denen Patient:innen tatsächlich suchen könnten, zum Beispiel „Verhaltenstherapie in Düsseldorf“, Psychotherapie bei Angststörungen“ oder Psychotherapie für Jugendliche“. Solche Angaben können Seitentitel sein, in Überschriften stehen oder natürlich in einen Satz eingebaut werden. Ein Beispiel wäre: „In meiner Praxis in Düsseldorf biete ich Psychotherapie bei Depressionen an.“ Wiederhole die Begriffe nicht unnötig. Entscheidend ist, dass sie zum jeweiligen Inhalt passen.

Für eine Praxis vor Ort ist auch ein gut gepflegtes Google-Unternehmensprofil sinnvoll. Dort kannst du deine Adresse, Telefonnummer, Fotos und Website hinterlegen. Halte diese Angaben aktuell. Öffnungs- oder Sprechzeiten kannst du ergänzen, wenn sie zu deinem Praxisablauf passen.

Was muss technisch beachtet werden?

Google muss deine Seiten aufrufen und lesen können. Erst dann können sie in den Google-Index aufgenommen werden. Das ist die Datenbank, aus der Google seine Suchergebnisse zusammenstellt.

Interne Links führen von einer Seite deiner Website zu einer anderen. Sie helfen Google dabei, weitere Inhalte zu finden. Auch eine Sitemap erleichtert das Auffinden deiner Seiten. Sie garantiert allerdings nicht, dass Google jede Seite in den Index aufnimmt.

Wie kann deine Website in KI-Suchen erscheinen?

Für Googles AI Overviews und den AI Mode brauchst du keine besondere KI-Optimierung. Damit sind die KI-Antworten gemeint, die Google bei manchen Suchanfragen zusätzlich zu den üblichen Treffern anzeigt. Vieles unterscheidet sich dabei gar nicht von der normalen Google-Suche. Google muss deine Seite aufrufen können, die Inhalte müssen verlässlich sein und die Seite muss grundsätzlich für die Google-Suche indexierbar sein.

Zeige klar, wer hinter der Website steht, welche Ausbildung und Erfahrung du mitbringst und worauf deine fachlichen Aussagen beruhen. Beantworte konkrete Fragen, halte deine Informationen aktuell und nenne bei Bedarf verlässliche Quellen. Gerade bei Gesundheitsthemen sollte deshalb erkennbar sein, wer die Informationen verfasst hat und worauf fachliche Aussagen beruhen.

ChatGPT & Co. können ebenfalls aktuelle Informationen im Internet suchen und Quellen in ihren Antworten nennen. Allerdings arbeiten die Systeme unterschiedlich. Eine gemeinsame Liste mit festen Kriterien für die Auswahl von Websites gibt es nicht. Am ehesten kommen Seiten als Quelle infrage, die konkrete Fragen beantworten, aktuell gehalten werden und fachliche Aussagen nachvollziehbar belegen. Eine Nennung lässt sich trotzdem nicht garantieren.

Was müssen Therapeut:innen bei Impressum und Datenschutz beachten?

Eine Praxis-Website braucht in Deutschland normalerweise ein Impressum und Datenschutzhinweise. Beide Seiten müssen leicht erreichbar sein und auf deine Praxis beziehungsweise die tatsächlich eingesetzten Dienste abgestimmt werden. Ein fester Link im Footer sorgt dafür, dass die Informationen von jeder Unterseite aus aufgerufen werden können.

Welche Angaben ins Impressum gehören, hängt unter anderem von der Rechtsform und dem beruflichen Status ab. Bei approbierten Psychotherapeut:innen kommen besondere berufliche Angaben hinzu. Dazu gehören etwa die gesetzliche Berufsbezeichnung, die zuständige Kammer und Aufsichtsbehörde sowie ein Hinweis auf die geltenden berufsrechtlichen Regelungen. Ein Impressum von einer anderen Praxis zu übernehmen, ist deshalb keine gute Lösung.

Auch die Datenschutzerklärung muss auf die konkrete Website abgestimmt sein. Welche Angaben nötig sind, hängt davon ab, welche personenbezogenen Daten verarbeitet werden und welche technischen Dienste du auf der Website einsetzt. Dazu können etwa das Hosting, ein Kontaktformular mit externem Spam-Schutz, eine Online-Terminbuchung, eingebundene Karten oder Videos, Statistik-Tools, Newsletter-Dienste, Cookies und weitere Dienste gehören, die Daten an Drittanbieter übertragen. Eine Vorlage von einer anderen Website zu übernehmen, reicht deshalb nicht aus.

Bei meinen Website-Projekten erfasse ich gemeinsam mit meinen Kund:innen, welche Dienste eingebunden sind und welche technischen Angaben dafür benötigt werden. Die rechtliche Prüfung der Texte gehört jedoch nicht zu meiner Leistung. Für die endgültigen Rechtstexte solltest du eine rechtlich geprüfte Lösung nutzen oder fachlichen Rat einholen.

Was spricht für und gegen eine selbst erstellte Praxis-Website?

Eine Praxis-Website selbst zu erstellen ist heute leichter als noch vor einigen Jahren. Website-Baukästen, WordPress-Vorlagen und KI-gestützte Tools nehmen dir einen Teil der technischen Arbeit ab.

Für eine einfache Website mit wenigen Seiten kann das gut funktionieren. Vor allem dann, wenn du gerne gestaltest, dich in neue Programme einarbeitest und genügend Zeit für die Planung, Umsetzung und spätere Pflege mitbringst.

Vorher musst du entscheiden, welche Seiten du brauchst, wie du dein Angebot erklärst und welche Informationen für Patient:innen wichtig sind. Hinzu kommen Texte, Bildauswahl, SEO und die Darstellung auf Smartphone und Tablet.

Schwieriger kann es werden, wenn deine Website später wachsen soll, du zusätzliche Funktionen brauchst oder mehr Einfluss auf Gestaltung und SEO haben möchtest.

Ob du technisch eine Website bauen kannst, ist deshalb gar nicht die wichtigste Frage. Wichtiger ist, ob du dich selbst um Struktur, Texte, Gestaltung und Technik kümmern möchtest. 

Gerade das eigene Angebot zu sortieren, Seiten sinnvoll aufzuteilen und die richtigen Inhalte auszuwählen, ist allein oft schwieriger als gedacht. Auf meiner Seite Webdesign für Therapeuten erfährst du, wie ich Praxis-Websites plane, gestalte und umsetze.

FAQ: Häufige Fragen zur Erstellung von Therapeuten-Websites

Braucht eine psychotherapeutische Praxis eine eigene Website?

Nicht jede psychotherapeutische Praxis ist für ihre Auslastung auf eine Website angewiesen. Bei einer gut ausgelasteten Kassenpraxis kann der Schwerpunkt darauf liegen, über Sprechzeiten, Wartezeiten, Kostenübernahme und Kontaktmöglichkeiten zu informieren. Für Selbstzahlerpraxen und Heilpraktiker:innen für Psychotherapie ist die Website häufig stärker auf neue Anfragen ausgerichtet. Sie erklärt das Angebot und gibt einen ersten Eindruck von Person und Arbeitsweise.

Wie viele Seiten braucht eine Praxis-Website?

Eine feste Seitenzahl gibt es nicht. Nach meiner Erfahrung sind für viele Einzelpraxen fünf bis sieben Inhaltsseiten plus Impressum und Datenschutzerklärung ein guter Rahmen. Weitere Seiten können sinnvoll sein, wenn du mehrere Angebote hast oder einzelne Behandlungsschwerpunkte ausführlicher erklären möchtest.

Kann ich meine Praxis-Website selbst erstellen?

Ja. Für eine kleine Praxis-Website kann das gut funktionieren. Plane allerdings ausreichend Zeit für Struktur, Texte, Gestaltung, Technik und spätere Pflege ein.

Welche Informationen suchen Patient:innen auf einer Praxis-Website?

Patient:innen möchten vor allem wissen, wer sie behandelt, bei welchen Anliegen sie richtig sind und wie die Therapie abläuft. Schnell auffindbar sollten deshalb Behandlungsschwerpunkte, Therapieverfahren und Arbeitsweise sein. Hinzu kommen Informationen zu freien Kapazitäten, Kosten oder Versicherungsstatus, Standort beziehungsweise Online-Angebot sowie zur Kontaktaufnahme und zum Erstgespräch.

Brauche ich professionelle Fotos für meine Praxis-Website?

Nein. Wichtiger als ein professionelles Fotoshooting ist, dass die Bilder hochwertig wirken und einen glaubwürdigen Eindruck von dir und deiner Praxis vermitteln.

Wie lange dauert es, bis meine Website bei Google gefunden wird?

Google gibt für das Crawlen neuer oder überarbeiteter Seiten einen Zeitraum von wenigen Tagen bis zu einigen Wochen an. Das heißt aber noch nicht, dass eine Seite sofort indexiert oder bei wichtigen Suchbegriffen gut platziert wird. Für gute Rankings gibt es keinen festen Zeitrahmen. Auch eine über die Google Search Console beantragte Indexierung ist keine Garantie für die Aufnahme in die Suchergebnisse.

Kann meine Website auch bei ChatGPT und anderen KI-Systemen gefunden werden?

Ja. Damit deine Website in KI-gestützten Suchergebnissen von Google erscheinen kann, muss sie technisch zugänglich und indexierbar sein und hilfreiche, verlässliche Inhalte bieten. Eine spezielle „KI-Optimierung“ ist laut Google nicht nötig: Die gleichen SEO-Grundlagen gelten auch für AI Overviews und den KI-Modus.

Wie kann ich eine sichere und datenschutzkonforme Website für meine Praxis gestalten?

Eine sichere Praxis-Website braucht eine gepflegte technische Basis mit HTTPS, regelmäßigen Updates, geschützten Zugängen und Backups. Verwende nur Plugins und externe Dienste, die du tatsächlich benötigst.

Fazit: Nicht jede Praxis braucht dieselbe Website

Eine gute Praxis-Website entsteht nicht dadurch, dass du möglichst viele Seiten anlegst oder jedes Detail deiner Arbeit erklärst. Wichtiger ist, dass du vorher klärst, welche Patient:innen du erreichen möchtest und was sie auf deiner Website erfahren sollen.

Erst dann lässt sich sinnvoll entscheiden, welche Themen eine eigene Seite brauchen und welche sich kurz erklären lassen. Und deine Website sollte die wichtigsten Fragen beantworten, die vor einer Kontaktaufnahme entstehen: Passt das Angebot zu meinem Anliegen? Wie arbeitet die Therapeutin oder der Therapeut? Was kostet die Behandlung? Und wie läuft der erste Kontakt ab?

So unterstütze ich dich bei deiner Praxis-Website

Welche Seiten und Inhalte grundsätzlich sinnvoll sein können, weißt du jetzt. Schwieriger ist oft die Entscheidung, was davon deine eigene Praxis wirklich braucht und wie sich die Inhalte sinnvoll auf die einzelnen Seiten verteilen.

Wenn du diese Fragen nicht allein klären möchtest, können wir uns in einem kostenfreien Gespräch kennenlernen. Dabei schauen wir uns an, wo du mit deiner Website gerade stehst und wobei meine Unterstützung für dich sinnvoll sein kann.

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Susanne Hillen Designerin Düsseldorf

Hier schreibt Susanne

Susanne Hillen ist Web- und Grafikdesignerin mit 30 Jahren Erfahrung. Mit 62 Jahren weiß sie aus eigener Erfahrung: Ein Neuanfang ist jederzeit möglich. Sie unterstützt Coaches und Therapeut:innen, die mit ihrem Angebot online sichtbar und gebucht werden möchten. Gemeinsam entwickeln sie Websites mit klarer Struktur, die Vertrauen aufbauen, bei Google gefunden werden und passende Anfragen bringen.